„Greenville Festival“ 2014 abgesagt | Musikmarkt

03.07.2014    Tourneen/Festivals“Greenville Festival“ 2014 abgesagt Carlos Fleischmann, Geschäftsführer creative talent, hat vor dei Jahren das „Greenville Festival“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr muss das Open Air ausfallen Foto: Gunnar LeueBerlin – Das „Greenville Festival“ 2014, das vom 25. bis 27. Juli in Paaren/Glien vor den Toren Berlins mit einem hochkarätigen Line-up stattfinden sollte, ist vom Veranstalter creative talent abgesagt worden. Das bestätigte der Geschäftsführer des Veranstaltungsortes, Gerd Lehmann, der Lokalpresse.Veranstaltungsort für das „Greenville Festival“ 2014, bei dem 54 Bands und Künstler, darunter Avicii, Snoop Dogg, auftreten sollten, wäre auch im dritten Jahr der Landwirtschaftserlebnispark MAFZ gewesen. Eine offizielle Erklärung seitens des Veranstalters creative talent und seines Geschäftsführer Carlos Fleischmann gibt es bisher nicht.Allerdings hatte es bereits einen Tag vor der Nachricht etliche Gerüchte im Internet gegeben. Denen zufolge ist der Hauptgrund der schleppende Ticketabsatz, wobei das Line-up theoretisch nicht der Grund sein könnte, denn die Zahl renommierter und teilweise exklusiv auftretender Künstler wie Babyshambles, Stromae, Hurts oder The Hives war lang.Als viel problematischer dürfte sich erweisen, dass der Festivalort westlich von Berlin für Besucher praktisch nur mit dem Auto relativ leicht zu erreichen ist. Die Anbindung durch Regional- und S-Bahn an das Dorf 30 Kilometer nordwestlich von Berlin ist eher schlecht.Konzert- und Festivalkonkurrenz macht es nicht einfachZudem macht es die Konzert- und Festivalkonkurrenz in Berlin nicht einfach, ein neues Festival zu etablieren. Carlos Fleischmann versuchte deshalb, das „Greenville Festival“ als das „etwas andere Festival“ zu vermarkten. Tatsächlich gab es Fahrradtouren zum Festival und Bio-Essen auf dem Gelände, es herrschte eine besonders entspannte „grüne“ Atmosphäre, ohne aufdringliche Großsponsoren. Der Nachteil: eine Einnahmequelle weniger. So mussten es vor allem die Ticketverkäufe richten. Die lagen laut Veranstalter im ersten Jahr bei knapp 10.000 und letzten Jahr bei 20.000.Wie Carlos Fleischmann gegenüber „musikmarkt“ gesagt hatte, müssten die Berliner das Festival „erstmal für sich entdecken“. Er wollte jedenfalls Ausdauer zeigen, um das Festival langfristig mit Gewinn zu betreiben. „Ich weiß selber nicht, was auf uns zukommt, ob Greenville ein Erfolg wird.“Das hat nun nicht geklappt. Ob der Name „Greenville“ auf der deutschen Festival-Karte erhalten bleibt, ist unklar. Paaren/Glien scheint zumindest kein zukunftsträchtiger Ort, denn hier war bereits das „Berlin Festival“ vor seinem Umzug zum ehemaligen Flughafen Tempelhof gefloppt. Die Tickets für das „Greenville Festival“ 2014, die zwischen 60 und 100 Euro kosteten, können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

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