Konzertbericht / Emil Bulls / Pulp Duisburg / 17.11.2012

Natürlich waren mir Emil Bulls ein Begriff, als ich gestern ins Pulp nach Duisburg fuhr. Ich  muss aber gestehen, dass ich mich nie wirklich mit der Band und ihrer Musik auseinandergesetzt hatte. Also lies ich mich überraschen, was da wohl auf mich zukommen möge. Mir war klar, es würde laut werden und es würde rocken.

Beides tat es und nicht nur das. Schon die erste Vorband Blackout Problems nahm sich selbst beim Wort: „Wir wollen nicht die Einzigen sein, die nach der Show schwitzen…“ und somit ließen die drei Jungs nichts unversucht, das Publikum in die richtige Stimmung zu versetzen. Seit mehr als sechs Jahren machen sie erfolgreich gemeinsam Musik und  boten gestern eine dynamische Liveshow mit tollen Songs, die mich überzeugt haben. Eine Band mehr, die es sich zu kennen lohnt.

Es folgte eine weitere Vorband „Malrun“ aus Dänemark, nach meinem Empfinden lauter und härter als „Blackout Problems“, aber auch die fünf Jungs konnten das Publikum begeistern.

Die Stimmung war somit Bestens, die Halle mittlerweile rappelvoll und nun konnten sie ja endlich kommen, die Emil Bulls und allen den Rest geben. Genau das taten sie im wahrsten Sinne des Wortes auch. Ich war ziemlich gespannt, wer denn nun genau diese Fünf waren, die man ja irgendwie seit Jahren kannte, aber dennoch nie so richtig zu Gesicht bekommen hatte. Jetzt weiß ich, das musste sich ändern. Wenn die ersten beiden Bands es schon verstanden haben, richtig zu rocken, dann wurden sie jetzt noch übertroffen.

Christoph von Freydorf, Sänger der Band, legte eine Bühnenpräsenz an den Tag, die fast schon überirdisch war. Mit vollem Körpereinsatz und ohne Pause lieferte er eine grandiose Show, die beeindruckend war. Die Interaktion mit seinen Fans war genau passend und musikalisch haben mich Emil Bulls sofort überzeugt. Den Rest der Band möchte ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Klaus Kössinger  an den Drums, Andy Bock und Moik an den Gitarren und James Richardson am Bass, vier großartige Musiker, ohne die das Ganze nicht diese außergewöhnliche Dynamik gehabt hätte.

Ihr aktuellstes Album „Oceanic“, das Namensgeber der Tour war, ist eine perfekte Mischung aus ruhigem und hartem „Rock“, der mit einer teils ungewöhnlich melodischen Stimme gesungen wird. Und das hat es für mich zu etwas Besonderem gemacht. Es fällt mir schwer, die Band musikalisch richtig einzuordnen, da von allem irgendwie etwas dabei ist, aber letztendlich hat mich der Gesang am meisten überzeugt, und ich glaube, dass Emil Bulls mit „Oceanic“ etwas gelungen ist, was sie als Band auszeichnet und ihnen einen gelungenen Wiedererkennungswert verleihen wird.

Somit war der Abend nicht nur laut und hat gerockt, sondern auch überzeugt und Platz 16 der Albumcharts zeigt, dass nicht nur ich dieser Meinung bin.

Weiterhin viel Erfolg!

Und um es nicht zu vergessen:

Emil Bulls sind noch einmal am 23.11. in Nürnberg im Lux und am 08.12. in München im Kesselhaus zu sehen.

Und danach hilft nur eins…das Album kaufen!

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